Lampentypen

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Was muss man beim Kauf einer coolen Beleuchtung beachten? In welchem Raum soll die Industrielampe hängen? Suchen Sie eine Fabriklampe für das Esszimmer, das Wohnzimmer oder fürs Schlafzimmer? Zeigen Sie Fantasie und hängen Sie eine dieser Stilikonen in der Küche oder immer wo es passt als Hingucker auf. Das Design ist zeitlos, die Formsprache aus der Bauhauszeit der Lampen ist funktional und schlicht. Jede Lampe hat eine Jahrzehnte alte Geschichte, ist frei von jeglichem Kunststoff und ist mit Ihrem Alter Zeitzeuge vergangener Geschichte.

Das warmweisse Licht aus dem Innern des weissen Emaile Reflektor erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Ob Altbau oder moderne Wohnungseinrichtung, diese Leuchten sind einzigartig und zeigen Ihre Geschichte, Zeitgeist und Individualität.

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Die Preise bewegen sich je nach Zustand und Exclusivität der Lampe zwischen 180 und 300 Franken. Ganz exclusive und rare Modelle können bis 500 Franken kosten. Wir sind laufend nach der Suche und  aufstöbern solcher Preziosen.

 

Geschichte der alten Industrielampen

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https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus

Entwürfe von Bauhauskünstlern

Wer den ausschlaggebenden Anstoß für die von 1928 bis 1933 andauernde Kooperationsarbeit zwischen dem Bauhaus Dessau und K&M gab ist nicht bekannt.
Der erste Beratungsvertrag über die künstlerische Formgestaltung von Leuchten wird im Februar 1928 von Professor Moholy-Nagy, Leiter der Metallwerkstatt am Bauhaus, Marianne Brandt sowie Vertretern von K&M ,evt. auch von Dipl. Ing. Gustav Laue (technischer Direktor und Nachfolger von Heyck) verhandelt.

Die Zusammenarbeit war für beide Seiten sehr fruchtbar und produktiv. In diesen insgesamt 5 Jahren entstanden mindestens 25 Leuchtenmodelle ,wobei einige als formale Straffungen bereits existierender Formen, andere als komplette Neuerfindungen anzusehen sind.
Als herausragend sei hier u.v.a. nur das Modell Nr.656 und Modell Nr.679 von Marianne Brandt und Hin Bredendieck sowie das Modell 937 von Heinrich Siegfried Bormann zu nennen .
Den Bauhäuslern wurden für Ihre Arbeit feste Honorargelder sowie Lizenzgebühren auf verkaufte Exemplare von K&M gezahlt , wohingegen die neuen Leuchtenformen gesetzlich geschütztes Eigentum der Firma Kandem bleiben sollten.

In den bislang bekannten Publikationen von K&M werden keine Namen beteiligter Bauhaus Künstler benannt, so dass eine eindeutige Entwurfszuordnung aus Mangel an Quellen nicht bei allen ab 1928 von Kandem vertriebenen Leuchten eindeutig zu bestimmen ist.

Eine sehr umfassende Annäherung an die Zusammenarbeit von Bauhaus und der Firma Kandem zeigte die Ausstellung im Leipziger Grassi – Museum für Kunsthandwerk 2002/2003 mit authentischen Leuchten . Der parallel dazu erschienene Ausstellungskatalog *** faßt diese Kooperation gründlich und fundiert zusammen und soll hier nicht wiederholt werden.
Viele vom Bauhaus entworfenen Modelle wurden bis mindestens 1939 , teilweise auch in leicht modifizierter Form , von  „Kandem“ hergestellt und vertrieben.
   1939 – Weltkrieg und Niedergang von K&M

Die Großscheinwerferproduktion wird während des 2.Weltkrieges eine tragende Rolle im Werk einnehmen . Wohnraumleuchten werden nur noch eingeschränkt und diese auch vermehrt aus Ersatzrohstoffen und Kunststoffen hergestellt.
Vorwiegend Frauen, Fremd- und Zwangsarbeiter arbeiten zum Zeitpunkt der Befreiung durch amerikanische Truppen im April 1945 noch im Werk.

Nach kurzer Wiederinbetriebnahme der Leuchtenproduktion wird schließlich Ende 1945 die Werksausrüstung demontiert und geht als Reparationsleistung an die Sowjetunion.

1948 erfolgt schließlich die Firmenenteignung von K&M .

Danach werden auf dem Leutzscher Betriebsgelände größtenteils aus vorhandenen Materialien Leuchten unter dem Namen „Lelifa“ hergestellt. 1951 findet die Umbildung bzw. Neugründung des Staatlichen Betriebes „VEB Leuchtenbau Leipzig“ kurz „LBL“ statt.
Literaturnachweise:
* Ulrich Krüger / „Der Leipziger Unternehmer Max Körting und sein Werk“ / Sax Verlag 2007
** Kandem Jubiläumsschrift 1939
*** J.A.Binroth „Bauhausleuchten? Kandemlicht!“ Arnoldsche – Stuttgart 2002